Die Villen, aufgereiht am Hang über dem See bei Bostan

Bostan, Novobërdë

Unsere Geschichte

Eine Familie, ein Hang, acht Häuser

Ein Hotel war nie der Plan. Der Plan war ein Haus, ein einziges, auf unserem eigenen Land. Dann haben wir weitergebaut, bis es acht Häuser waren und eine Küche, die für alle kocht.

Das Land oberhalb von Bostan gehört schon lange unserer Familie: oben Weideland, ein Obstgarten, wo der Hang flacher wird, und ganz unten ein kleiner See, mit dem niemand viel anzufangen wusste. Jahrelang kamen wir am Wochenende hierher, um Holz zu hacken und draußen zu essen. Das erste Haus war eigentlich für uns selbst gedacht.

Im Frühjahr war es fertig, und schon im selben Sommer wohnten Freunde darin, dann Freunde von Freunden. Das zweite Haus bauten wir, weil das erste nie frei war. Als das vierte stand, war von einem privaten Projekt keine Rede mehr, und für die Buchungen legten wir ein ordentliches Buch an.

Der Steg über den Bach unterhalb der Villen
Eine Villa oberhalb ihrer terrassierten Blumenbeete
Der Hängesessel auf der Terrasse einer Villa

Bevor gebaut wurde

Das Land, wie wir es vorfanden

Der Hang fällt nach Südwesten ab. Darum hält sich das Licht hier bis spät in den Abend, und darum taut der Schnee auf dieser Seite des Hügels zuerst weg. Unten liegt der See, und am Ufer entlang führt ein Fußweg.

Die Kiefern weiter oben wurden in Reihen gepflanzt und dann fünfzig Jahre lang sich selbst überlassen. Die Häuser verdanken ihnen ihr Aussehen. Bevor wir den ersten Strich zu Papier brachten, verbrachten wir einen Sommer damit, den Hang vom Farn zu befreien und herauszufinden, wo der Boden ein Fundament trägt.

Eine Villa, die sich im stillen Wasser spiegelt
Die Villen, die sich im stillen Wasser spiegeln
Ein Haus aus Kiefernholz, zwischen den Bäumen hindurch gesehen

Das Holz

Fast jedes Brett in diesen Häusern stammt von dem Hang, auf dem sie stehen.

Die Bäume fällten wir den Winter über, wenn sie nicht im Saft stehen, und stapelten das Holz oben im Obstgarten unter Dach zum Trocknen. Zwei Sommer später sägten und hobelten wir es noch immer selbst. Das dauert länger, als Bauholz zu kaufen, und genau deshalb riechen die Häuser so, wie sie riechen.

Kurz gesagt

Acht Häuser aus Kiefernholz über dem Wasser, ein Restaurant, das um ein Holzfeuer herum gebaut ist, und ein Hügel, der seit den 1320er-Jahren den Aufstieg lohnt.

Bostan, Novobërdë

  1. 1320er

    Erstmals erwähnt

    Novobërdë taucht in den Urkunden auf: eine Festung auf dem Bergrücken über diesen Hügeln, unter deren Mauern eine Bergbaustadt heranwächst.

  2. 1349

    Eigene Münzen

    Die Stadt prägt Silbermünzen in einer eigenen Münzstätte. Zu seinen besten Zeiten gibt der Berg rund sechs Tonnen Silber im Jahr her, mehr als jedes andere Bergwerk auf dem Balkan.

  3. 1412

    Ein eigenes Recht

    Novobërdë erhält ein Bergrecht: einundfünfzig Artikel für die Gruben und zweiundzwanzig für die Stadt, eigens für diesen Berg geschrieben.

  4. 2026

    BioLand

    Sechshundert Jahre später stehen über dem See bei Bostan acht Häuser aus Kiefernholz in vier Typen. Im Restaurant unterhalb der Villen wird seit dem 12. September aufgetischt.

Die gemauerte Feuerstelle im Freien neben dem Garten des Restaurants

Wo wir heute stehen

Das Restaurant hat geöffnet

Das Restaurant kam als letztes Gebäude dazu, und an keinem haben wir länger gebaut. Es steht am oberen Ende des Gartens, hat einen Holzofen in der Stirnwand und öffnet sich zur Terrasse. Deshalb stehen die Tische im Sommer meist draußen.

Die Karte ist klein und wechselt oft: Brot aus dem Ofen, was der Garten diese Woche hergibt, Lamm aus dem Nachbartal. Wer in den Villen wohnt, muss keinen Tisch reservieren.

Eröffnet
12. September 2026
Das Restaurant